Prims
Wandern im Naturpark auf dem Saar-Hunsrück-Steig_1

Die Prims ist ein kleiner Fluss, der durch den Naturpark Saar-Hunsrück fließt und in Malborn im Hunsrück entspringt. Nachdem der Fluss die Gemeinde Damflos passiert hat, fließt die Prims in den saarländischen Teil des Naturparks Saar-Hunsrück. In den 80er Jahren wurden zwischen Nonnweiler und Züsch/Neuhütten der Allbach und die Prims als Trinkwasserreservoir aufgestaut, welches in erster Linie der Wasserversorung der umliegenden Gemeinden dienen soll. Die Primstalsperre ist mit einem Inhalt von ca. 20 Mio. m³ und einer Oberfläche von ca. 1 km² der größte Wasserspeicher in Rheinland-Pfalz und im Saarland. Seit der Fertigstellung der Trinkwasseraufbereitungsanlage Hermeskeil 1999 liefert die Primstalsperre von der Pumpstation am Talsperrenfuß über eine Pumpleitung den Hermeskeiler Haushalten reinstes Trinkwasser von höchster Qualität. Heute gehört die Primstalsperre zu einem der beliebtesten Ausflugsziele der Umgebung, obwohl sie kein Badegewässer ist. Der ca. 13 km lange Rundweg um die Talsperre bietet vielfältige Freizeitmöglichkeiten: Spazierengehen, Joggen, Radfahren und seit 1996 auch den Planetenwanderweg. Unser Sonnensystem ist dort im Maßstab von 1:1 Milliarde abgebildet.

Das Einzugsgebiet der Prims und ihrer Nebenflüsse Wadrill-Löster wird durch die Höhenzüge des Schwarzwälder Hochwaldes, nördlich der Linie Reinsfeld, Kell am See, Hermeskeil und Züsch begrenzt. Geologisch gehören diese Mittelgebirgszüge (bis 700 m) der Formation des Taunusquarzits und des Devonschiefers an. Der Abfall hin zum Hunsrückvorland ist durch vielfältige Verwerfungen und Überlagerungen vor allem im Rotliegenden gekennzeichnet. Für die vom Atlantik kommenden Regenwolken ist der Hochwald die erste nennenswerte Gebirgsbarriere, so dass die Wolken beim Aufsteigen kräftig abregnen, wodurch dieser Hochwaldrand zu den regenreichsten Gebieten des Naturparkgebietes gehört (z. B. Weiskircher-Höhe ca. 1.200 mm). Diese geologischen und klimatischen Verhältnisse bieten der Landwirtschaft nur ungünstige Produktionsbedingungen, deshalb ist auch der Waldanteil im Hochwald besonders hoch geblieben. Ungünstig ist auch das geringe Speicherungsvermögen dieser Böden, das in der Schneeschmelze und bei längeren Regenperioden die Bäche stark anschwellen lässt und in Trockenzeiten nur einen sehr mäßigen Abfluss erlaubt. Da dieses Grundgestein basenarm ist, haben wir es mit einem kalkarmen, weichen Wasser mit einem sehr geringen Säurebindungsvermögen zu tun. Dies ist der Grund, weshalb die Bäche sehr nahrungsarm sind und nicht genügend Pufferung aufweisen.

Bereits seit 1879 besteht die Primsfischereigenossenschaft, die in den heutigen kommunalen Grenzen der Stadt Wadern ihre Berechtigung zur Fischerei an der Prims und deren Nebenbäche, Lösterbach, Wadrillbach, Noswendelerbach und Nunkircherbach hat. Diese Genossenschaft hat sich den Schutz des Fischbestandes und eine behutsame gemeinschaftliche Bewirtschaftung und Benutzung der Prims zum Ziel gesetzt. Der BUND Saar versucht in seinem Projekt "Lebendige Prims" mit Hilfe eines Bewirtschaftungsplanes den ökologische Zustand im Prims-System zu optimieren.

Neben Biber (Castor fiber) und Eisvogel (Alcedo attis), ist im Bereich der Stadt Wadern, auch die Wasseramsel (Cinclus cinclus) an der Prims anzutreffen. Der NABU-Biberbetreuer Bernd Konrad, lädt zu Exkursionen und Diavorträgen an der Primsaue ein.

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