Im Eiswald (Winter)
Winter Beeren
Streuobstwiese im Winter
Winterwanderung

Der Naturpark Saar-Hunsrück liegt zwischen Mosel und Saar im Dreiländereck zwischen Saarland, Lothringen und Luxemburg, das schon zu Vorzeiten Menschen aufgrund des Wasserreichtums, fruchtbarer Böden und des milden Klimas anzog. Aber auch der Hunsrück blickt auf eine alte Besiedlungsgeschichte zurück.

Grabungen im Bereich des Vicus Belginum nahe Wederath zeigen, dass ein Tempelbezirk den Übergang zwischen keltischen und römischen Siedlungsresten darlegt.

Die Konzentration frühlatènezeitlicher Fürstengräber im Saar-Mosel-Raum scheint mit der dort vorzufindenden Erzlagerstätten im direktem Zusammenhang zu stehen, da die Produktion von Eisen gewährleistet war. Eine der eindrucksvollsten keltischen Befestigungsanlagen in Europa ist der Ringwall von Otzenhausen auf dem Dollberg.

Erbaut im ersten Jahrhundert vor Christus zeugen noch heute 10 Meter hohe Mauern von dem monumentalen Denkmal. Im Jahre 50 v. Chr. eroberten die Römer die Region des Naturparks Saar-Hunsrück und machten Trier zur römischen Kaiserstadt. Versorgt wurde die bedeutendste Stadt nördlich der Alpen von Bauernhöfen und weiträumigen Ländereien rechts und links der Mosel. Die römischen Gutsherren wohnten in prächtigen Villen. Zahlreiche römische Ausgrabungen zeugen noch heute vom hohen Stand der römischen Kultur in dieser Region. Die Villa Borg war eine der größten römischen Villenanlagen im Saar-Mosel-Raum. Vom 1. bis 4. Jahrhundert bewohnt, umfasste sie mehrere Gebäudekomplexe und weitläufige Ländereien. Mehr als 33 Räume sind heute freigelegt und rekonstruiert. Besonders interessant ist das Villenbad, das den Besuchern den Luxus der römischen Badekultur vor Augen führt. Außerdem beeindruckend: die Wandelhalle, eine Ausstellung mit Fundstücken aus römischer und vorrömischer Zeit, Innenhof und Gärten. In der Taverne können sich Besucher auch kulinarisch in die Zeit der Römer zurückversetzen.

Ebenfalls ungewöhnlich viele Heiligtümer sind aus der Umgebung des Archäologiepark Belginum bekannt, z. B. die Überreste des bedeutenden Quellheiligtums südwestlich von Hochscheid. In römischer Zeit führte die Fernstraße Trier - Mainz, mitten durch den Vicus und das wenige Meter von der Siedlung entfernte Gräberfeld. Mit der Präsentation ausgewählter Gräber wird ein Blick in das Leben in keltischer und römischer Zeit gewährt. Im Archäologiepark selbst, der unmittelbar an der Hunsrückhöhenstraße liegt, kann das keltisch-römische Gräberfeld von Wederath "Hochgerichtsheide", die römerzeitliche Siedlung Belginum mit mehreren Tempelbezirken und das frührömische Lager besichtigt werden. Das an dieser historischen Stätte erbaute Museum präsentiert die Ergebnisse jahrzehntelanger archäologischer Ausgrabungen.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Ausgrabungsstätte Wareswald zwischen Oberthal und Tholey, die Keltensiedlung Altburg bei Bundenbach, der Römischer Grabhügel Siesbach, die Römische Villa Nennig und die gallo-römische Tempelanlage Tawern.

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