Weltbodentag - Klima und Nachhaltigkeit

18.11.2022

Weltbodentag – Klima und Nachhaltigkeit

Im Jahr 2022 steht der Weltbodentag am 5. Dezember unter dem Thema "Pelosol“. Der Hauptbestandteil dieses Bodens ist Ton (griechisch pélos). Es sind meist schwere Böden, die in der Landwirtschaft und bei Gärtnern durch ihre feste und schwere Bodenstruktur nicht immer leicht zu bearbeiten sind und sich daher gut als Grünland- oder Waldstandorte eignen. Sie sind schnell zu nass oder auch zu trocken. Sie werden daher auch als "Minutenböden" bezeichnet. Durch ihren hohen Tongehalt können sehr viele Nähr- und Schadstoffe gebunden werden. Dadurch sind sie als Schutzfunktion für das Grundwasser sehr wichtig.

Tipp: Gesunde Böden durch Humusaufbau

Ein ausgewogener und optimaler Humusaufbau im Boden ist eine Widerstandsfähigkeit gegen die Folgen der Klimakrise. Die Verbesserung von Bodenfunktionen, wie erhöhte Wasserhaltefähigkeit in Dürrephasen oder verbesserte Wasseraufnahmefähigkeit nach Niederschlagsereignissen sowie gleichzeitige Speicherung von Kohlenstoff bieten eine ökologische "Win-Win-Situation". Vor allem im Humus sind rund 58 % Kohlenstoff gebunden. Durch Mikroorganismen können aber auch gleichzeitig große Mengen CO2 durch Mikroorganismen im Boden freigesetzt werden, was wiederum ein Problem für unser Klima darstellt, z. B. trockengelegt Moore. In Böden ist doppelt so viel Kohlenstoff gebunden wie in der Atmosphäre. Unsere Moore sind Langzeitspeicher für Kohlenstoff und somit ein Schutz gegen den Klimawandel. Gesunde Böden erhalten die Biodiversität und bieten Nahrungsmittelsicherheit.

Weitere Infos unter https://www.bvboden.de/images/presse/PM_Humuspapier.pdf; https://info.bml.gv.at/service/veranstaltungen/landwirtschaft/weltbodentag.html; https://www.saarland.de/mukmav/DE/portale/boden/home/home_node.; https://mkuem.rlp.de/en/themen/klima-und-ressourcenschutz/bodenschutz/bodeninformation/hintergrundwerte-der-boeden/; https://www.umweltbundesamt.de/themen/boden-landwirtschaft/bodenbelastungen/bodenerosion/bodenerosion-durch-wasser;

Informationen über den Naturpark erhalten Sie bei der Naturpark-Geschäftsstelle Hermeskeil, Telefon 06503/9214-0 sowie unter www.naturpark.org und @naturparksaarhunsrueck


humusreicher Boden speichert große Mengen CO2
Foto: ©Naturpark Saar-Hunsrück*
*freie Nutzung im Kontext dieser Pressemeldung

 

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