Paradiese für Schmetterlinge im Garten schaffen

29.06.2023

Paradiese für Schmetterlinge im Garten schaffen

Schmetterlinge benötigen für ihren Lebensraum strukturreiche Gärten mit Naturhecken, Bäumen, sonnige Kräuterrassen- oder Wiesenbereiche mit einer Blütenpracht von Frühjahr bis Herbst, mit unterschiedlichen Wildkräutern und -blumen, Gräsern sowie einer ökologischen Pflege und naturnahen Gestaltung dieser Biotope, damit Schmetterlinge und ihre Raupen zu jeder Jahreszeit ausreichend mit Nektar und Futterpflanzen versorgt sind. Wertvolle Futterpflanzen sind im Sommer, z. B. Margerite, Brennnesseln sowie im Herbst Purpur-Fetthenne, Aster etc. Die Raupen sind wählerischer in der Auswahl ihrer einheimischen Nahrungspflanzen, z. B. bevorzugt die Raupe des Schwalbenschwanzes die Wilde Möhre oder die Petersilie, die Raupen von Schachbrett und Ochsenauge ernähren sich von Gräsern. Die einheimischen Futterpflanzen, wie Brennnessel, Königskerze, Skabiose, Distelarten, Hornklee, Schlehdorn, Haselnuss, Brombeere, Weißdorn, etc. sind wichtige Pflanzen für die Raupen.
Mit viel Empathie kann aus einem Rasen eine Schmetterlingswiese entstehen. Um gemeinsam die Insektenvielfalt, z. B. von Aurorafalter, Landkärtchen, Ochsenauge, Schachbrett zu erhalten, können je nach Lage, Größe und Bodenbeschaffenheit des Gartenbereichs unterschiedliche Biotope angelegt werden, wie z. B. Staudenrabatte, ein duftendes Kräuterbeet oder eine Hecke mit Wildsträuchern etc.
Bevor eine bunte Schmetterlingswiese entstehen kann, ist zuerst der Nährstoffgehalt im Boden zu minimieren, da die meisten Wildkräuter und -blumen magere Standorte bevorzugen.. Ebenso sind Wasserstellen im halbschattigen bis feuchten Bereich sowie wilde Ecken, wo Raupenfutterpflanzen, wie Brennnesseln wachsen, wichtig. Dabei ist vor allem der Verzicht auf Pestizide, eine strukturreiche Gestaltung des Gartens mit Futterpflanzen für die Raupen, die Schaffung von ausreichend Nektarquellen für Schmetterlinge und eine ökologische und nachhaltige Pflege sowie keine Nachtbeleuchtung, erforderlich.
Rund achtzig Prozent der heimischen Schmetterlinge sind nachtaktiv und zahlreiche Pflanzen entfalten erst in der Dämmerung ihr Aroma, wie z. B. Geißblatt, Nachtkerze, Nachtlichtnelke, Nickendes Leimkraut etc. und ziehen die Falter an, die auf unsichtbaren Duftstraßen ihre Nektarquellen aufsuchen. Die Falter werden nachts vom Licht angezogen und schwirren um die Leuchtkörper bis zur Erschöpfung, anstatt ihre Nektarpflanzen aufzusuchen.  

Weitere Infos unter https://www.bluehendesoesterreich.at/naturmagazin/sechs-schritte-zum-schmetterlingsparadies; https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/tiere/insekten/01446.html;

Informationen zum Naturpark: Naturpark-Geschäftsstelle in Hermeskeil, Tel. 06503/9214-0, www.naturpark.org und @naturparksaarhunsrueck

Landkärtchen im Sommer,

Foto: © VDN-Fotoportal_Patrick Katies*
*freie Nutzung im Kontext dieser Pressemeldung

 

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