Spurensuche am ehemaligen Westwall

Kategorie
Seminare, Workshops, Vorträge und kulturelle Führungen
Datum
17.10.2026 11:00-14:00 Uhr
Zielgruppe
Erwachsene
Treffpunkt
Gedenkstätte SS-Sonderlager KZ Hinzert
Leitung
N.N.
Ausrüstung
Witterunsangepasste Kleidung und festes Schuhwerk sowie Rucksackverpflegung
Preis
kostenfrei | Anmeldung erforderlich
Veranstalter
Stiftung Grüner Wall im Westen, Gedenkstätte SS-Sonderlager KZ Hinzert, Landeszentrale für polit. Bildung, Nationalpark Hunsrück-Hochwald & Naturpark Saar-Hunsrück
Telefon
06503/9214-0

Spurensuche am ehemaligen Westwall – Exkursion zu Geschichte und Gegenwart

Samstag, 17. Oktober
Start: 11:00 Uhr, Dauer: ca. 3 Stunden, Streckenlänge ca. 6 km

Gemeinsam begeben wir uns auf eine Exkursion zu Relikten des ehemaligen Westwalls. Das ausgedehnte Befestigungssystem gilt als flächenmäßig größte Hinterlassenschaft der nationalsozialistischen Diktatur in Deutschland und prägt noch heute unseren Naturraum. Die Exkursion verbindet historische Information mit Fragen der Gegenwart und lädt dazu ein, vertraute Landschaften mit neuen Augen zu sehen.

Ausgangspunkt ist die Geschichte des SS-Sonderlagers/KZ Hinzert und die Lebensbedingungen der Häftlinge. Das Lager für straffällige gewordene Westwall-Arbeiter diente in den Kriegsjahren unter anderem als Haftort von luxemburgischen, belgischen, französischen und niederländischen Häftlingen, ehe diese in Lager wie Buchenwald, Natzweiler oder Dachau verlegt wurden.

Im Anschluss führt der Weg zu mehreren Bunkerresten im nahegelegenen Wald. In Rheinland-Pfalz stehen der ehemalige Westwall und die zugehörige „Luftverteidigungszone West“ mit rund 9700 Relikten von Bunkern, Höckerlinien und Panzergräben als Kulturdenkmal unter Schutz. Im Naturpark Saar-Hunsrück haben sich viele der ehemaligen Bunkeranlagen im Laufe der Jahrzehnte zu wertvollen Rückzugsorten für seltene Tier- und Pflanzenarten entwickelt. Hier treffen Natur- und Denkmalschutz und die Interessen von Forst- und Landwirtschaft in besonderer Weise aufeinander.

Vor Ort erläutern Referentinnen und Referenten unterschiedliche Perspektiven auf den heutigen Umgang mit diesen Relikten: Welche Verantwortung ergibt sich heute aus dem Umgang mit diesen Relikten der NS-Zeit? Wie lassen sich belastetes historisches Erbe und sensible Naturräume gemeinsam bewahren? Welche Herausforderungen entstehen für die Verkehrssicherung? Und wie können am ehemaligen Westwall Geschichte, Demokratie und gesellschaftliche Verantwortung vermittelt werden?

Die Exkursion hat eine Streckenlänge von ca. 6 km. Die Tour dauert ca. 3 Stunden. Die Wanderung ist als leicht einzustufen, ist aber aufgrund einiger Abschnitte abseits befestigter Wege nicht kinderwagentauglich und für Menschen mit Einschränkungen beim Gehen ungeeignet. Bitte tragen Sie festes Schuhwerk und witterungsangepasste Kleidung. Bei warmen oder heißen Temperaturen empfehlen wir die Mitnahme eines Getränks. Sanitäranlagen stehen am Start-/Endpunkt zu Verfügung.

Die Exkursion findet nur bei geeigneten Witterungsverhältnissen statt. Sollte es die Wetterlage nicht erlauben ins Gelände zu gehen, müssen wir die Tour kurzfristig absagen. Sie werden dann umgehend informiert.

Eine Teilnahme an der Exkursion ist kostenfrei und nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Die Anmeldung muss bis spätestens 15.10.26 erfolgen.

Zur Buchung der wenden Sie sich bitte an E-Mail: info@naturpark.org, Tel.: 06503-92140.

Es stehen maximal 25 Plätze zur Verfügung.
Preis:Diese Veranstaltung ist kostenlos.

Eine Anmeldung zu dieser Veranstaltung ist erforderlich!

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